Sonntag, 23. Oktober 2016

[Rezension] Das Joshua Profil



Das Joshua-Profil
 - Sebastian Fitzek - Hardcover
Dieser Post könnte gegebenenfalls Spoiler beinhalten!



Titel: Das Joshua Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 430 Seiten
Preis: 19,99€
Sprache: deustch
Erscheinungsdatum: 26.10.2015

VerlagAmazonThalia





Klappentext


Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.  (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung


Handlung
Die Thematik dreht sich um das Joshua Profil, einem Programm, das schon vorher weiß, wer jemandem wann Schaden zufügt. Bei Max, dem Protagonisten, ist es so, dass es heißt, er würde bald seine Tochter umbringen. Jedoch ist Max Schriftsteller und recherchierte bloß im Internet nach Informationen, die er für seinen Thriller, die Blutschule, benötigte. Dabei beachtete das Programm nicht, dass er Autor ist und schließlich nur an seinem Buch arbeitete.

Alles halb so schlimm, bis seine Tochter entführt wird und er sich auf dem Weg macht seine Tochter zu finden. Das eigentliche Problem ist nicht das Resultat, dass Joshua über Max ausgespuckt hat, sondern, so sagt man, macht diese Art von Überwachung keinen Fehler. Doch bei Max hat es sich geirrt und die "Entwickler" machen sich Sorgen, dass ihr Projekt auf der Kippe steht. Also entführen sie Max' Tochter Jola und wollen ihr Schaden. Es soll eine Art Inszenierung sein, damit jeder denkt, Max selber hätte seine Tochter getötet. Dadurch hätte das Programm dann wieder recht gehabt..


Verlauf
Das Buch beginnt für mich ein wenig holprig. Nachdem Max einen Anruf von einem Unbekannten bekommt, macht er sich sofort auf dem Weg ins Krankenhaus und lässt seine Tochter alleine im Auto zurück. In Max Abwesenheit passiert etwas mit Jola, was Max in einem schlechten Licht darstellen lässt. 
Dann schon vergehen ein paar Monate und der Unbekannte ist erstmals vergessen. Auf einen Schlag häufen sich die Ereignisse und alles passiert auf einmal. Max macht sich mit seinem Bruder und Frida auf die Suche nach seiner Tochter und bis ganz zum Schluss wird man auf eine falsche Fährte gelockt, denn wirklich erst ganz zum Ende, weiß man, wer Schuld an Max Onlineprofil hat.

Charaktere 
Max, der Protagonist der Geschichte und Vater von Jola, hat erst einen väterlichen, guten Vater angeben. Er behandelt seine Pflegetochter wie sein eigenes Fleisch und Blut. Jedoch auf der Suche nach Jola hat er für mich teilweise einen naiven Eindruck erweckt und nicht menschlich und vor allem nicht verantwortungsbewusst gehandelt.

Jola lernt der Leser auch kennen, aber nur in ihrem Leidens- und Schockzustand. Sie ist vor der Entführung ein draufgängerisches Mädchen, dass sich mit ihrer Lehrerin anlegt. Während der Entführung ist sie auf einmal total hilflos und aufgeschmissen. Nachdem sie gerettet wird, ist sie wieder das coole Mädchen. Anscheinend ohne psychischen Schaden, was für mich sehr unrealistisch ist.

Cosmo ist der Bruder von Max und zudem gefährlich. Warum Max seinen Bruder auf die Suche mitnimmt, ist mir leider nicht klar geworden, da ich den Eindruck hatte, Max verabscheue ihn.

Schreibstil
Zwischen den Zeilen hat man leider nur selten gemerkt, dass Fitzek seinen Humor springen lassen hat, aber es ist nicht dieser düstere, angsteinflößenden Schreibstil den Fitzek sonst zu pflegen weiß. Ich hatte kaum das Gefühl von Angst und Furcht gemerkt, auch nicht als Jola ganz alleine auf sich gestellt war. 

Cover
Das Cover lässt nicht wirklich erahnen, was den Leser in diesem Buch erwarten könnte. Ist man mit der Thematik des Buches vertraut, kann man sagen, dass die Hände und die Pfäden das Internet bzw. die Datensammlung darstellen und dass sozusagen Fremde über unser Leben bescheid wissen und auch unser Leben wie eine Marionette lenken können.

Fazit
Ich bin mir gar nicht so sicher, wo ich überhaupt anfangen soll, denn was ich ganz klar sagen kann: 
Dieses Buch ist irgendwie nicht so wirklich der Fitzek, den ich kenne.
Keine Frage - dieses Thema mit den ganzen Daten im Netz muss angesprochen und darüber diskutiert werden. Jedoch hab ich mir bei dem Titel etwas ganz anderes vorgestellt und auch die Umsetzung fand ich persönlich nicht so prickelnd. Was mir jedoch gut gefallen hat, war die Idee mit diesem Buch und dem tatsächlichen Buch von Max Rhode, dem Pseudonym von Sebastian Fitzek.
Eine Rezension von "Die Blutschule" folgt in den kommenden Wochen.
So ganz enttäuschend fand ich das Buch nicht, aber ich erhoffe mir, dass mir sein nächstes Buch mehr gefallen wird.



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